Sogar ich als Hebamme, hatte mich in meiner Schwangerschaft fast ausschliesslich mit der Vorbereitung auf die Geburt beschäftigt. Erst nach der Geburt merkte ich dann, wie wichtig die Vorbereitung auf das Wochenbett gewesen wäre. Es ist entscheidet, wie ihr als Familie ankommt.
Organisation: was du vor der Geburt klärst
- Nachsorge-Hebamme gefunden und angemeldet – in der Schweiz suchst du sie selbst, am besten so früh wie möglich in der Schwangerschaft. Die Hebammensuche des Schweizerischen Hebammenverbandes hilft.
- Kinderärztin oder Kinderarzt für die ersten Untersuchungen angefragt.
- Krankenkasse: Kind nach der Geburt anmelden, Unterlagen bereitlegen.
- Hilfe im Alltag: Wer kocht, wer putzt, wer bringt das Grosskind in die Kita? Konkrete Zusagen, nicht «meld dich einfach».
Für dich
- Grosse Binden oder Wochenbett-Einlagen, bequeme Unterwäsche, die etwas aushält.
- Still-BHs, Stilleinlagen, eine Brustwarzensalbe, Stilltee
- Bequeme Kleidung zum Stillen, warme Socken, evtl. ein Bauchschlauch oder einfach ein Schal, den man um den Bauch binden kann, um sich die erste Woche etwas stabiler zu fühlen.
- Eine Spritzfalsche (Intimdusche) für die sanfte Reinigung der Geburtsverletzung nach jedem Toilettengang
- Wasserflasche in Reichweite – Stillen macht durstig.
Essen vorbereiten
Koche in den Wochen davor doppelt und friere Portionen ein: Suppen, Eintöpfe, Getreidegerichte. Dazu Snacks, die du einhändig essen kannst. Hühnersuppe oder noch besser Knochensuppe ist das Power-Essen für die frischgebackene Mama. Die vegane Version ist: Kombu-Shiitake-Mineralbrühe mit roten Linsen.
Für das Baby – wirklich nötig
- Bodys und Strampler in zwei Grössen, Mützchen, Socken.
- Windeln, Watte und Öl um den Popo zu putzen (das Kindspech geht am besten mit Öl weg), Wundschutzcreme oder Heilwolle. Babypuder benutzt man nicht mehr.
- Ein sicherer Schlafplatz
- Autositz für die Heimfahrt.
- Tragetuch oder Trage – oft mehr genutzt als der Kinderwagen.
Was du nicht brauchst
Einen perfekt aufgeräumte Wohnung, Besuch in der ersten Woche, ein eingerichtetes Kinderzimmer. Das Wochenbett heisst so, weil es im Bett stattfindet.
- Schnuller, Babynahrung oder Babyflasche brauchst du nicht prophylaktisch zu kaufen. Falls du denkst, du brauchst etwas von dem, kann das auch noch bis zum nächsten Tag warten, um es dann zu besorgen.
Die Regel, die ich jeder Mama mitgebe
Eine Woche im Bett, eine Woche am Bett, eine Woche ums Bett. Wer sich daran hält, hat den Körper und die Stillbeziehung auf seiner Seite.
Der Hebammen Stilltipp: Kind so oft wie möglich nackt, Haut auf Haut auf die Brust legen. Fördert die Milchbildung, Prävention für Mastitis und Ikterus des Babys und vieles mehr.
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